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Die 6 größten Fehler beim Onboarding

Die 6 größten Fehler beim Onboarding

Ein gutes Onboarding ist für viele Bewerber mittlerweile zu einem relevanten Entscheidungskriterium geworden. Sei es, weil der Bewerber bereits negative Erfahrung bei anderen Unternehmen gemacht hat, oder aber weil Berufseinsteiger von Beginn an das Gefühl bekommen möchten, aktiv ins Unternehmen integriert zu werden. Onboarding ist vielen Personalern ein Begriff und es gibt verschiedene Wege so ein Programm aufzustellen. Nützliche Checklisten für die verschiedenen Phasen im Onboarding-Prozess finden Sie hier. Ebenso lassen sich im Internet viele Tipps finden, wie man ein Onboarding erfolgreich gestalten sollte. Wir betrachten heute mal die andere Seite und konzentrieren uns auf die 6 größten Fehler beim Onboarding und wie man diese minimieren bzw. bestenfalls komplett umgehen kann.

1. Komplexe Systemlandschaften

Der neue Mitarbeiter muss sich in der komplexen Systemlandschaft des Unternehmens zurechtfinden, welche für sein Onboarding nötig sind. Sei es für die Ausgabe von technischem Equipment, Zugangskarten zu Gebäuden, Sicherheitseinweisungen usw. Oftmals ist dieser Prozess dezentralisiert, hat verschiedene Verantwortliche und führt zu unterschiedlichen Anlaufstellen für den neuen Mitarbeiter.

-> Versuchen Sie diesen Prozess intern zu zentralisieren. Wenn dies von der Infrastruktur nicht machbar ist, dann sorgen Sie für einen zentralen Ansprechpartner.

2. Eintägiges Onboarding

Ein effektives Onboarding ist ein Prozess, welcher über einen längeren Zeitraum geht und nicht an einem Tag abgeschlossen werden kann. Der neue Mitarbeiter sollte begleitet werden und die Einarbeitung sollte in mehreren Schritten erfolgen. Dies gilt selbst für Mitarbeiter, die innerhalb des Unternehmens die Position wechseln. Auch hier liegt der Fehler beim Onboarding zu glauben, dass dies an einem Tag abgehalten werden kann, nur weil sie das Unternehmen bereits kennen und wissen was zu tun ist.

-> Teilen Sie den Onboardingprozess in verschiedene Phasen auf. Sie können bereits mit einem Preboarding beginnen. Nach der essentiellen Orientierungsphase sollte eine weitere Phase zur Integration stattfinden, die den Mitarbeiter auch befähigt sich selbst aktiv einzubringen und selbst Verantwortung zu übernehmen.

3. Lernlevel unabhängige Wissensvermittlung

Wissensvermittlung im Rahmen eines Onboardings ist selten an das Level des neuen Mitarbeiters angepasst. Es erfolgt keine Berücksichtigung von der individuellen fachlichen Kompetenz als auch Praxiserfahrung. Stattdessen müssen neue Mitarbeiter exakt dieselben Trainings absolvieren.

-> Versuchen Sie das Onboarding zu individualisieren und passen Sie dieses an das Qualifikationslevel des neuen Mitarbeiters an. Bieten Sie an sinnvollen Stellen das Training oder die Einführung für unterschiedliche Qualifikationslevel an: Anfänger, Fortgeschrittene, Experten.

4. Keine Zielausrichtung

Onboarding umfasst in der Regel grundlegende Unternehmensrichtlinien und Verhaltensweisen. Es fehlt jedoch die Ausrichtung auf die spezielle Position und Rolle des neuen Mitarbeiters. Viele wissen nach dem Onboarding weder die langfristigen Unternehmensziele noch wie sie in ihrer Position dazu beitragen sollen.

-> Machen Sie dem neuen Mitarbeiter klar, wie sich seine Position ins Unternehmen einfügt und wie der Unternehmenserfolg von ihm beeinflusst wird. 

5. Fehlende Messbarkeit

Die Bemühung im Onboardingprozess sind schwer messbar im Hinblick auf die Effizienz und auch den Erfolg. Besonders, wenn einzelne Onboardingaktivitäten team- oder abteilungsspezifisch abgebildet werden. Umfangreiche Onboardingmaßnahmen sind natürlich auch mit Kosten verbunden. Als Unternehmen sollten Sie dabei den ROI im Blick haben und regelmäßig prüfen wie sich dieser verändert.

-> Versuchen Sie die Aktivitäten sinnvoll zu messen und erheben Sie entsprechende Umfragen um den Erfolg auszuwerten. So können Sie ineffektive Aktivitäten verbessern oder verändern und die Effizienz gewährleisten.

6. Zeitmangel des Personalmanagers

Viele Personalmanager müssen die Onboardingaktivitäten neben anderen Aufgaben erledigen. Dies führt dazu, dass vieles möglichst automatisiert wird und dadurch die individuelle Betreuung verkürzt wird. Diese ist jedoch maßgeblich für eine effektive Einarbeitung des neuen Mitarbeiters.

-> Versuchen Sie ausreichend Zeit für die Onboardingtätigkeit zugesprochen zu bekommen. Hierbei können auch die Ergebnisse aus Punkt 5 helfen um ausreichend Legitimation von Ihrem Vorgesetzten zu erhalten.

Wenn Sie es schaffen diese 6 Fehler beim Onboarding zu vermeiden, wirkt sich dies unmittelbar positiv auf das Erlebnis Ihrer neuen Mitarbeiter aus und ebnet den Weg für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Das Onboarding sollte dabei immer in die gesamte Personalentwicklungsstrategie eingebunden sein um die besten Effekte zu erzielen. E-Learning Elemente können auch beim Onboarding eingesetzt werden um Kosten zu sparen und bestimmte Aktivitäten zu digitalisieren. Wir beraten Sie dabei die für Sie optimale Strategie auszuarbeiten, zu prüfen und mit passenden E-Learning Lösungen zu unterstützen.